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Freiheit des Seins

Ich bin ein freier Mensch
Ich will unter keinen Umständen
ein Allerweltsmensch sein.

Ich habe ein Recht darauf, aus dem
Rahmen zu fallen, wenn ich es kann.

Ich wünsche mir Chancen, nicht Sicherheiten.

Ich will kein ausgehaltener Bürger sein,
gedemütigt und abgestumpft, weil
der Staat für mich sorgt.

Ich will dem Risiko begegnen, mich nach
etwas sehnen und es verwirklichen, Schiffbruch
erleiden und Erfolge haben.

Ich lehne es ab, mir den eigenen Antrieb mit
einem Trinkgeld abkaufen zu lassen.

Lieber will ich den Schwierigkeiten des Lebens
entgegentreten, als ein gesichertes Dasein führen;
lieber die gespannte Erregung des eigenen Erfolges,
statt die dumpfe Ruhe Utopiens.

Ich will weder meine Freiheit gegen Wohltaten
hergeben, noch meine Menschenwürde
gegen milde Gaben.

Ich habe gelernt, selbst für mich zu denken
und zu handeln, der Welt gerade ins Gesicht zu
sehen und zu bekennen, dies ist mein Werk.

Das alles ist gemeint, wenn wir sagen:
Ich bin ein freier Mensch.

(Albert Schweitzer)

 

3 Antworten zu Freiheit des Seins

  1. Annette Plätrick

    März 26, 2009 at 2:48 nachmittags

    Freiheit

    So groß,so weit
    so weit,so groß
    drum lasse ich die Leinen los,
    denn Leinen machen stumm.
    Und treibe voller Seligkeit
    im Lebensmmeer herum.

    Kein Fesseln mehr,
    kein Wort zu viel
    und Trübes wird ganz rein,
    erkennt ein Mensch sein
    wahres Ziel,kein Werkzeug mehr zu sein.

    Ein Mensch,er denkt,er lacht,er weint.
    Im Herzen seine Frucht.
    So reift sie warm durch Mitgefühl,
    so fault sie kalt durch Sucht.

    Ja Süchte hat der Mensch wohl viel
    befriedigt stets aufs Neu.
    Zerstört in sich das Farbenspiel
    ganz unbemerkt
    oh’n Reu

    Unstillverlangen treibt
    ihn fort,
    und Ufers Halt bald schwindet.
    Er lügt sich weiter
    ins Gesicht,
    bis seine Seel erblindet.

     
  2. Luxus

    Juli 6, 2009 at 12:04 nachmittags

    Erst dachte ich, Du hättest es selbst geschrieben.
    Doch dann sah ich, dass es Albert S. war, dessen Seele
    mir fühlbar offen vor den Augen erschien. …und dann
    wurde mir bewusst, ich denke und fühle wie er. Mit der
    einen Ausnahme: Niemals macht das Leben dem Menschen
    Schwierigkeiten, sich in vollkommener Art und weise
    zu entfalten. Da hat es sich geirrt, der liebe Albert.
    Doch, wen juckt das schon? :-)

    Fühlbare und
    freudvolle Grüße

    C. Luxus

     
  3. Georgeta Böhm

    September 14, 2010 at 4:24 nachmittags

    Hallo,sehr schöne Gedichte,eine wunderbare Seite,sehr informativ und lehrreich,werde immer wieder hier mal was lesen:)
    schönen Gruß
    Georgeta

     

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