GERICHTE
…ein Genussgericht…
…kann in einem Guss entstehen…
…kann auch…in vielen kleinen Schritten erst zu einem Kunstwerk sich erheben…Genuss kennt weder Raum noch Zeit…genuss ist fliessend, lebendig, zeitlos, tief, anhaltend und doch von flüchtigem Geleit…
entspannen sie sich gänzlich…
werden Sie eins mit allem und seien Sie frei von jedweder Vorstellung dessen, was Sie noch nicht kennen.
Eine Kerze beim Kochen zu entzünden ist ein wundervoller Beginn, la musica als Untermalung ebenso…doch gehen Sie weiter, tiefer, trauen Sie sich dort einzutauchen, wo sie ohnmächtiger GEDANKENWELTEN nicht nur Wege sein wollen…seien Sie lebendiges Element Ihrer Vorstellung ohne über jedwede Illusionen wertend zu befinden…frei im Fluge Ihrer Gefühle…ohne Ängste und ohne Sorgen eines nicht richtig machens, könnens, seiens und was noch in Gedanken eines Verstandes behaftet und verhaftet ist.
Verabschieden Sie sich von der Form des Konjunktivs; Leben bedeutet gegenwärtig Präsenz jeder Form der Zukunft in allem, gänzlich und tief.
Stellen Sie sich ein Kochgericht nicht vor wie es entsteht und schmeckt; seien Sie dieses Gericht und fügen Sie Ihre Zutaten bei. Kochen Sie nicht mit dem Kopf und beweisen Sie sich als auch anderen nichts dabei; seien sie Sie und niemand anderes…
Wie fühlte es sich, im Dunkeln zu kochen nur mit dem Licht des Ceranfeldes, nur mit dem Licht des Feuers der Feuerstelle, nur mit dem Licht eines einzigen Teelichtes…wie werden Sie Ihre Sinne schärfen?
Wie ein Messer sich am Wetzstein reibt? vielleicht, doch wie wäre es, sie schärfen Ihre Sinne indem sie die Sinne frei entfalten lassen ohne darüber nachzudenken, ob es Sinn macht, ob es richtig oder falsch ist, ob es schmecken könnte (wieder der Konjunktiv!); vertrauen sie sich und trauen sie sich anders zu kochen…
Sie sind das Kunstwerk…sie führen sich zum Ort des Geschehens, sie sind der der sich bekocht und der Zutat als auch Wohltat ist…
Schälen Sie sich wie eine sich pellende Kartoffel, fassen Sie sich wie ein Bündel feinster Teigwaren, spüren Sie Ihre Fingerkuppen wenn sie bei völliger Dunkelheit den Schnittlauch kürzen, spüren Sie Hitze bereits in weiter Entfernung, riechen Sie (das Parfüm als Film wird sie leiten), schmecken Sie ohne Augen…
… wie alles ohne Augen der Wahrnehmung im Ozean der Vorstellung unendlicher Grösse versinkt…
unsere Vorstellungskraft reibt sich mit unseren Erfahrungen, mit unserem Verstand…wie könnten Sie besinnungslos gar ohnmächtig sein und werden ohne Einflüsse von Aussen, ohne Eingriffe jedweder Art?
Indem Sie sich auf den Flug nach Innen begeben…wie in Trance…und meditierend am Kochplatz sich einfinden…wie andere dies leben auch am Waschplatz…nicht nur eine Dusche oder gar ein Bad zu nehmen…nein, sie zelebrieren eine Waschung als ein Teil Ihrer Sinne schöner Seele…
Sinnlichkeit in einer Zeit…wo Sehnsüchte oft noch mit dem Sehen verbunden sind…Sehenssucht! Jedoch Tiefe sich keiner Augen bedient…als dem Gefühl zu folgen, es schmeckend, es spürend, es riechend, es atmend zu erleben…
Sie fragen sich warum lukullische Genüsse in Ländern, wo die Sonne ein zentrales Element der Lebenskultur darstellt, warum dort so viel Leidenschaft, so viel Speiss als auch Trank in wilder Romantik geschieht?
Kochen Sie mit Ihren Händen, tragen Sie einmal keine Schuhe und spüren Sie die Wärme eines alten Holzbodens, spüren Sie auch die Kühle eines Steinbodens, verbinden Sie Ihre Füsse, in denen alle Zonen der Reflexe Ihres Seins zusammenlaufen, mit der Erdung Ihrer Hände, während Sie einen Fruchtsalat ‘vermengend’ mischen. Tuen sie es in warmer Atmosphäre; imitieren Sie nicht das Gefühl in Italien in einer landgewohnten Küche zu kochen; keine Vergleiche die grosse Gefahren jedweder Unzufriedenheiten fast immer mit sich führen – vergleichen Sie nichts mehr im Leben sondern entscheiden Sie sich für das eine oder das andere (trotz aller Multifunktionalität; Genuss liebt die Meditation und dabei konzentrieren Sie sich auf ein Element…wie gesagt; beweisen Sie sich als auch anderen nichts, überzeugen und motivieren Sie auf neue Arten und Weisen ohne Adaption; erstmal sich selbst, dann folgen andere von alleine Ihrem Licht).
Legen Sie alle Formen eines zivilisierten Lebens für einen Moment der Sinnlichkeit ab und tauchen Sie ein in das Bad der Zeremonie. Messen Sie jedem Element darin einen hohen Beitrag bei – denken Sie an das Ganze und nicht an die Summe der Einzelheiten!
Seien Sie kreativ….sie können es…und sagen Sie auch dem anderen, worauf sie Lust haben, auf welches Gericht, wie heiss gekocht, wie lecker zubereitet, wie feinfühlig als auch wie grobkörnig sie die Stufen des Menüs garniert als auch gratiniert sie es sich wünschen zu erleben…warten Sie nicht, überraschen Sie einen anderen…als auch: überraschen Sie sich!
Gute Reise…bon voyage…bon appetit…
Sie wollen kochen – dann werden Sie Zutat, Saat und Tat in einem:
degustation par excellence
…on y va…
…worauf warten Sie…
desire
April 2, 2009 at 3:09 nachmittags
desire for … die sehnsucht nach …
sehenssucht steht dort geschrieben
auch zu fühlen in den herzen
sucht, sucht, suche nach …
ich gehe jedem rufen nach
doch ist dieser genuß von flüchtigem geleit
fühle im moment der zeit
eine tiefe sinnlichkeit
trage sie in dir
so vergänglich wie ewiglich
gefühle unsichtbarer verbindung